Mein Weg zu Canaletta: Vita Christiane von Canal

Schon seit dem ich denken kann, hat mich die Medizin und die Kunst gleichermaßen angezogen und fasziniert. Nach einem Jahr in einer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester fing ich 1979 an, in München Kunstgeschichte, Kunsterziehung und Medizingeschichte zu studieren.

Länger arbeitete ich innerhalb der Museumspädagogik und es wurde schnell offensichtlich, dass die Arbeit mit Menschen, besonders mit Kindern, viel Therapeutisches forderte.

Den ersten Kontakt zur Kunsttherapie bekam ich schon während meines Studiums innerhalb eines Seminars, das ein amerikanischer Kunsttherapeut hielt und von den guten Ergebnissen berichtete, die mit Kunsttherapie möglich sind, bei Menschen mit Schlaganfällen, Tumoroperationen und Unfallfolgen. Hier war der Keim für eine Leidenschaft gegossen worden, die schon in den letzten Schuljahren gesetzt worden war.

Von 1983-1989 bekam ich 4 Kinder, drei Jungs und ein Mädchen, und durfte diese Jahre der Entwicklung fördern und begleiten. Bald fing ich wieder an, Malgruppen für Kinder und Erwachsene anzubieten, bis ich Mitte der Neunziger Jahre dann das Studium zur Kunsttherapeutin begann und in einer tiefen persönlichen Krise, die mein ganzes damaliges Leben auf den Kopf stellte, die Stärken und Möglichkeiten des kunsttherapeutischen Arbeitens in einer Art schamanischem Prozess „am eigenen Leib“ durchleben und die Wirkungen spüren durfte.

2001 schloss ich das Studium ab und arbeitete zunächst im heilpädagogischen Kontext. Es folgten viele weitere Fort- und Weiterbildungen (psychotherapeutischer HPG, systemische Traumatherapie, Psychoonkologie, hypnotherapeutische Verfahren, Entspannungsverfahren u.v.m.), sowie tiefe eigene Erfahrungsprozesse, sodass ich heute aus einem integrativen Pool von Möglichkeiten zum Wohle des Klienten und Patienten schöpfen kann.

Startschuss für canaletta

2001 gründete ich canaletta - Atelier für künstlerische Selbstentfaltung. Hier arbeite ich selbstständig innerhalb einer Privatpraxis mit Menschen im Malen oder Plastizieren in der Selbsterfahrung, in der Beratung, im Coaching und in der Therapie.

Ebenso bin ich im klinischen Kontext im Brustzentrum Rosenheim/Ebersberg in der Onkologie, in der Schmerztagesklinik in Rosenheim mit chronischen Schmerzpatienten und als Dozentin für Kunsttherapie tätig.

Ausbildung und Tätigkeiten


  • 1979 – 1983 Studium der Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU München, Abschluss mit Magister (MA)
  • Kunst­ und museumspädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in München und dessen Museen
  • 1987 – 1993 Kinderpause
  • Ab 1993 Malgruppen für Kinder und Erwachsene
  • 1997 – 2001 berufsbegleitendes Studium der Kunsttherapie an der freien Akademie München (FAM)
  • 2001 – 2003 Arbeit im heilpädagogischen Kontext mit entwicklungsverzögerten Kindern (Christopherusschule München), erste kunsttherapeutische Projekte mit Krebspatienten im Klinikum Rosenheim
  • 2001 Ausbildung in systemischer Traumatherapie (STT) und Psychotherapie (HPG)
  • 2002 Gründung von canaletta
  • Seit 2001 freiberufiche Tätigkeit im Rahmen der psychoonkologischen Versorgung im Klinikum Rosenheim bei den onkologischen Patienten
  • Seit 2003 Mitarbeit im Team der Schmerztagesklinik im Klinikum Rosenheim als Kunst­ und Traumatherapeutin, auch in der Schmerzpsychotherapie
  • Seit 2005 im Brustzentrum des Klinikums Rosenheim
  • 2008 Aus­ und Weiterbildung zur Psychoonkologin (WPO/DKG)
  • Seit 2008 in den anderen, neu zertifizierten Tumorzentren des Klinikums Rosenheim (Darm­ und Prostatazentrum)
  • 2010 Weiterbildung zur Hypnotherapeutin nach Milton Erikson bei Hans Jörg Ebell in München