Canaletta in der Presse

„Bilder als Quelle innerer Kraft“
Oberbayerisches Volksblatt vom 06.03.2008

Rosenheim - Bilder in Acryl-und Aquarelltechnik aus der kunsttherapeutischen Arbeit mit Krebs- und Schmerzpatienten der Brustzentren Rosenheim-Ebersberg, der Schmerztagesklinik Rosenheim und der freien Atelierarbeit des Ateliers für Kunst und Therapie „Canaletta“ sind derzeit in der Praxis für Psychiatrie und Neurologie von Dr. Christoph Schormair und Dr. Andreas Böhm in der Münchener Straße 35 zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel „Bilder als Quelle innerer Kraft“.
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„Bilder als Quelle innerer Kraft“

Ausstellung von Werken der Kunsttherapie

Oberbayerisches Volksblatt vom 06.03.2008

Rosenheim - Bilder in Acryl- und Aquarelltechnik aus der kunsttherapeutischen Arbeit mit Krebs- und Schmerzpatienten der Brustzentren Rosenheim-Ebersberg, der Schmerztagesklinik Rosenheim und der freien Atelierarbeit des Ateliers für Kunst und Therapie „Canaletta“ sind derzeit in der Praxis für Psychiatrie und Neurologie von Dr. Christoph Schormair und Dr. Andreas Böhm in der Münchener Straße 35 zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel „Bilder als Quelle innerer Kraft“.

Die Kunst- und Trauma-Therapeutin Christiane von Canal begleitet die Teilnehmer in der Therapie von Beginn an. In der klassischen Kunsttherapie ist der Prozess des Malens am wichtigsten. Gedanken und Gefühle sollen ihren Ausdruck finden und damit Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Patienten, die oft seit ihrer Schulzeit keinen Pinsel mehr in der Hand hielten und anfänglich meinten: „Das kann ich nicht“, sagten dann: „Ich versuch' es“ und alle betonten, wie viel Freude und Kraft ihnen das Malen ohne Vorgabe von Themen bringe.

Dr. Christoph Schormair und Dr. Andreas Böhm, die zu ihrer Tätigkeit in ihrer Praxis psychiatrischen Konsiliardienst im Klinikum Rosenheim leisten, wurden dort auf kunsttherapeutische Arbeiten aufmerksam.

Eine weitere Ausstellung von Bildern der Kunsttherapie sind derzeit im Klinikum im ersten und zweiten Stock des Verbindungsganges zum Haus VI zu sehen.

„Wie Gymnastik für die Seele“
Oberbayerisches Volksblatt vom 07.09.2005

Rosenheim (csi) - Über Felsen plätschernde Wasserfälle, leuchtende Landschaftsbilder, strahlende Sonnen und farbenprächtige Blumen können Besucher und Patienten auf dem Verbindungsgang zum Bettenhaus VI im zweiten Stock des Klinikums derzeit bewundern. Gemalt wurden die Bilder von Patientinnen des Brustzentrums der Kliniken in Rosenheim und Ebersberg sowie der Schmerztagesklinik des offenen Ateliers „Canaletta“.
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„Wie Gymnastik für die Seele“

Kunstausstellung im Klinikum mit Bildern von Patientinnen

Oberbayerisches Volksblatt vom 07.09.2005

Rosenheim (csi) - Über Felsen plätschernde Wasserfälle, leuchtende Landschaftsbilder, strahlende Sonnen und farbenprächtige Blumen können Besucher und Patienten auf dem Verbindungsgang zum Bettenhaus VI im zweiten Stock des Klinikums derzeit bewundern. Gemalt wurden die Bilder von Patientinnen des Brustzentrums der Kliniken in Rosenheim und Ebersberg sowie der Schmerztagesklinik des offenen Ateliers „Canaletta“.

„Die Bilder machen Eindruck auf Patienten, Besucher und Ärzte - und sind für die Patientinnen eine wichtige Möglichkeit des Ausdrucks“, sagte Imogen von Gülern, Psycho-Onkologin des Klinikums und des Brustzentrums, bei der Vernissage der Ausstellung unter dem Titel „Bilder als Quelle innerer Kraft“.

Bis zu sechs Monate können die Patientinnen dank Spendengeldern im offenen Atelier im Klinikum gegen einen minimalen Unkostenbeitrag malen. „Zu Hause zu malen, ist nicht das Gleiche wie hier in der Gruppe. Zu Hause höre ich stets mit einem Ohr, ob nicht das Telefon klingelt und habe ständig ein schlechtes Gewissen, Zeit für mich allein in Anspruch zu nehmen. Hier sind wir weg vom Alltag und in einem Raum, in dem jeder jeden versteht“, so eine der Patientinnen.

Im offenen Atelier lernen die Frauen, mit Hilfe von Kunst zu entspannen, ihre Gefühle und Empfindungen auszudrücken, ihre Krankheit „hinauszumalen“ und auf diese Weise neue Kraft zu schöpfen. „Male dich frei“, lautet das Motto der Kunst- und Traumatherapeutin des Klinikums, Christiane von Canal. Sie betont immer wieder: „Um zu malen, ist keine künstlerische Vorbildung und besondere Begabung nötig.“

Auch wenn ihre Schülerinnen in der Schmerztagesklinik stets zu Anfang betonen: „Ich kann nicht malen“, schafft es die Therapeutin immer wieder, die Frauen zu überzeugen, doch einfach einmal mit Farben zu experimentieren.

Ganz schnell werden die Maltherapiestunden zu einem Lichtblick im oft schmerzerfüllten Alltag der Patientinnen; einem Vormittag, auf den sie sich freuen können, an dem sie entspannen, Kraft schöpfen und ihre Selbstheilungskräfte stärken können.

„Unsere Malstunden sind wie Gymnastik für die Seele. Sie sind Lichtblicke im Chaos des Lebens.“


Pressearchiv


„Die Seele denkt in Bildern“
Oberbayerisches Volksblatt vom 04.09.2003
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„Die Seele denkt in Bildern“

Oberbayerisches Volksblatt vom 04.09.2003

Aschau- Wie versunken sitzt ein kleines Mädchen in ihrem Bett über einem Blatt Papier, ihr verkürztes linkes Bein ist fixiert mit silbernen Metallstäben, verbunden über Metallringe, einem Ilisarov Fixateur, liebevoll „Ili“ genannt, der die Knochen verlängern soll. Sie malt. Malt blaue Muster, Hellblau vermischt sich mit Nachtblau. Braune Locken fallen in ein ernstes Gesicht, doch ihre dunklen Augen leuchten. Anna (von der Redaktion geändert) hat ein viel zu kurzes Bein. Erst in einigen Wochen darf sie nach Hause - ihre Mutter kann sie nur selten besuchen, die arbeitet in Stuttgart. In der orthopädischen Kinderklinik in Aschau darf Anna momentan zusätzlich einmal pro Woche in der einzelkunsttherapeutischen Begleitung ihren Gefühlen und Ängsten mit Wachskreiden und flüssigen Aquarellfarben Ausdruck geben.

„Krankheiten haben nicht nur eine körperliche Seite. Sie spielen auch in den Gedanken, Gefühlen und Phantasien der Kinder eine große Rolle“, weiß Christiane von Canal, selbständige Kunst- und Traumatherapeutin aus Prutting. Drei Stunden wöchentlich arbeitet sie in der Kinderklinik zur Zeit mit körperlich behinderten Kindern in Einzeltherapie - seit Juli ermöglicht durch die Unterstützung der Mirja Sachs Stiftung für Kinder.

„Die Seele denkt in Bildern - Bilder malen ist eine Möglichkeit, die Mauer des Schweigens und der nicht ausgesprochenen Verzweiflung zu überwinden, die durch die Krankheit ausgelöst wird“, erklärt die Kunsttherapeutin. Kinder, die oft nicht in der Lage sind, ihre neue, häufig traumatische Krankheitssituation zu reflektieren, bekommen so die Möglichkeit, sich aktiv damit auseinander zu setzen und das Trauma zu überwinden. Die anfangs durch Krankheit und Erschöpfung erlebte Begrenzung der eigenen Gestaltungskraft könne sich im Laufe der Arbeit mit Farben und Formen verändern. Aus der Erfahrung „Trotz allem - ich kann etwas gestalten“ könne neuer Lebensmut wachsen, der über die Therapie hinaus wirkt. So könnten innere Kraftquellen bei den Kindern aktiviert werden. Die Kinder seien mit viel Freude und Hingabe dabei, lernen über die Bildarbeit anders mit ihrer Behinderung und Schmerzen fertig zu werden.

Tanja Karsten, die Psychologin der Kinderklinik und Nina Musial, Leiterin des Sozialdienstes, empfehlen der Therapeutin Frau von Canal die Kinder, bei denen sie einen akuten Bedarf für eine begleitende Kunsttherapie sehen. Neben anderen laufenden Therapien wie Krankengymnastik, Ergotherapie, Spieltherapie oder psychologischer und freizeitpädagogischer Betreuung sollen Kinder so weitere seelische Unterstützung im Genesungsprozeß erhalten. „Es gibt mehr Kinder, bei denen Bedarf für kunsttherapeutische Unterstützung gesehen wird, als ich in den drei Stunden wöchentlich betreuen kann, meist bin ich länger da“, seufzt Christiane von Canal. Nach Aussage des psychologischen Dienstes der Klinik wäre eine Weiterführung des Projektes, das zunächst für drei Monate angelegt ist, für die Kinder wertvoll.

Anna betrachtet ihr Bild. Aus den Mustern sind verschlungene Ranken gewachsen, die in Blüten auslaufen. Sie lächelt.

Weiterführende Artikel

„Mit Bildern die Seele öffnen“
Welt am Sonntag vom 25.11.2007
» Artikel bei welt.de anzeigen

„Kunsttherapie hilft vielen Krebspatienten“
Forum Lebenswege, Heftausgabe 7-05
Leider nicht mehr online verfübgar.